Postkarte Local & Urban "Enjoy the little things" im Blumenmotiv

Glück ohne Sorgen – Wie geht das eigentlich?

Der nächste Urlaub ist noch Monate entfernt und während Du dabei bist, Deine Hotels und Flüge zu buchen, schleicht sich ein kleiner nerviger Gedanke in Deinen Kopf. Was, wenn ein Kollege aus Deinem Team krank wird und Du nicht gehen kannst? Oder vielleicht planst Du auch in ein Land zu reisen, das für Stürme und Erdbeben bekannt ist. Was ist, wenn so eine Naturkatastrophe Deinen Urlaub ins Wasser fallen lässt? Natürlich würdest Du Dich auch schlecht für die Leute fühlen, deren Leben zerstört wird, trotzdem kannst Du nicht akzeptieren, dass etwas außerhalb Deiner Kontrolle Dich um Deinen wohlverdienten Urlaub gebracht hat.
Über etwas Schönes und Aufregendes in der Zukunft nachzudenken und dabei all diese Zweifel und Ängste zu spüren, vermiest Dir die Vorfreude. Ein Teil der unglaublichen Erfahrung in ein neues Land zu reisen, an der Hochzeit Deines besten Freundes teilzunehmen oder das Konzert Deiner Lieblingsband zu sehen, ist die Vorfreude darauf. Genauso ist es die Erinnerung, die Du danach mit nach Hause nimmst: entweder Du denkst über all die schönen Momente nach, oder an alles was schiefgelaufen ist. Oder noch besser: mitten in Deinem Urlaub kannst Du über nichts anderes nachdenken, als wie schnell er schon wieder vorbei sein wird. Dieses Rumgrübeln ist eine der bekanntesten Fallen Deiner „mentalen Zeitreise“. Mentale Zeitreisen (Chronästhesie) erlauben Dir gedanklich in die Zukunft oder Vergangenheit zu reisen. Die Universität Exeter behauptet, dass sogar ein Großteil unseres bewussten Denkens davon eingenommen wird. Gerade wenn es sich um „negative Zeitreisen“ handelt, d.h. Grübeleien, sind Vor- und Nachbereitung der Erfahrung nicht besonders effektiv. Denkst Du zu lange über alles nach, was Deinen Urlaub vermiesen könnte, bzw. danach darüber, was alles nicht so toll daran war, macht er Dich weder glücklicher, noch entspannter.
Die Tendenz dazu, negativ über Zukunft und Vergangenheit zu denken, ist ein Kennzeichen von Depressionen. Diese Art, über schöne Erfahrungen nachzudenken, erstickt alle Glücksgefühle die Du vor-,während und danach hättest haben können.
In einer Studie wurden zwei Gruppen von Bachelorstudenten angewiesen, unterschiedlich über ein vergangenes Ereignis und ein bevorstehendes nachzudenken. Die eine Gruppe wurde angewiesen, darüber nachzudenken, wie viel Gutes noch kommen würde, wie glücklich sie sich schätzen können und wie sie ihr Potenzial ausschöpfen. Die andere Gruppe sollte „zu gut, um wahr zu sein“ als Motto haben und darüber nachdenken, warum sie positive Gefühle nicht verdienen, und was alles schief gehen könnte. Wie erwartet, konnten letztere die Ereignisse, die sie erlebten oder an, die sie sich erinnerten nicht genießen. Überraschenderweise hatten die positiven Anregungen keine verstärkend positive Wirkung. Es kam also heraus, dass negativ Denken einen weit größeren Einfluss auf Dich hat, als positiv Denken.

Überlege Dir jetzt, wie sehr diese 7 Statements auf Dich zu treffen, wenn Du über Ereignisse, Urlaube oder schöne Dinge in der Vergangenheit, Gegenwart oder Zukunft nachdenkst:

1.       Du denkst über Dinge nach, die schief gehen könnten.

2.       Du denkst, dass Du etwas nicht verdienst.

3.       Du denkst, dass Deine Glückssträhne bald vorbei ist.

4.       Du erinnerst Dich ständig daran, dass Diese Gefühle nicht so bleiben werden.

5.       Du denkst oft über Dinge nach, die nicht so gut gelaufen sind.

6.       Du denkst darüber nach, wie hart es ist, Dich zu konzentrieren.

7.       Du machst Dir Sorgen, dass Leute denken könnten, dass Du nur angeben willst.

Wenn hiervon einiges auf Dich zutrifft, heißt das, dass Du Schwierigkeiten hast, schöne Erfahrungen zu genießen. Das geht sogar so weit, dass Diese negativen Gedanken Dich schon negativ auf das nächste Ereignis vorbereiten. Aber was ist die Lösung für diesen Strudel aus negativen Gedanken? Positives Denken? Unmöglich. Vielmehr musst Du den Ursprung dieser Gedanken identifizieren, die Dich davon abhalten, glücklich zu sein und versuchen, diese zu vermeiden. Ist es zum Beispiel Schuld, weil Du etwas erlebst, was andere nicht erleben können? Glücklich über und zufrieden mit Deinen täglichen und besonderen Erlebnissen und Erfahrungen zu sein hängt davon ab, wie Du sie wahrnimmst bevor, während und nachdem sie passiert sind. Genieß Dein Leben und vermeide negative Grübeleien!

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